Auf dem Weg ins Metaversum? 5 mögliche Neuerungen der nächsten Jahre

Auf dem Weg ins Metaversum? 5 mögliche Neuerungen der nächsten Jahre

Auf dem Weg ins Metaversum? 5 mögliche Neuerungen der nächsten Jahre

Das Metaversum, wie es Neil Stephenson einst in seinem Roman „Snow Crash“ kreierte, nimmt zunehmend Form an. Nicht auf eine ähnlich dystopische Weise wie in der Buchvorlage, sondern vielmehr spannend und visionär. Viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens verändern sich im Zuge dessen. Auch die Zukunft dürfte weitere Neuerungen bereithalten. Wie wir dadurch vielleicht schon in einigen wenigen Jahren leben, zeigt dieser Artikel.

1. Der Markt rund um virtuelles Vermögen könnte wachsen 

Noch vor wenigen Jahren wäre eine rein virtuelle Währung kaum vorstellbar gewesen. Dass sich gleich mehrere unterschiedliche Währungen etablieren und auf Basis einer hochkomplexen Technologie Anleger weltweit faszinieren würden, umso mehr. Und doch ist genau das bereits Realität. Von Bitcoin über Dogecoin bis hin zu Ethereum und Cardano stehen Investoren heute zahlreiche Optionen, in virtuelle Währungen zu investieren, offen. 

Und nicht nur das: Auch weitere Güter entwickeln sich auf Basis dieser Grundlage. So ist es möglich, rein virtuell existierende Objekte, sogenannte NFTs, zu kaufen. Dies können beispielsweise Grafiken, Musikstücke, Tweets und digitale Kleidungsstücke sein. Sogar virtuelles Land ist, wie agrarheute.com berichtet, inzwischen zu hohen Preisen erhältlich. 

Gesichert wird das alles über die Blockchain, welche durch einen besonderen Verschlüsselungsmechanismus eine zweifelsfreie Zuordnung ermöglicht. Dies schafft Vertrauen in die neue Technologie, was sich auch in der rasanten Entwicklung der Kryptos niederschlägt. Abgebildet wird dies auf klassische Weise. So gibt es auch bei Kryptowährungen Kurse, die sich teilweise sprunghaft verändern. Ein Tweet von Elon Musk reicht bisweilen aus, um einen Kurs in die Höhe zu treiben. 

Auch in der Zukunft dürfte sich dieser virtuelle Markt noch weiter vergrößern. Mit NFT, virtuellem Land und Kryptowährungen entsteht ein Fundament für die Erschaffung einer Art Parallel-Welt, die sich vor allem die jüngeren Generationen bereits jetzt mit großem Eifer aufbauen. 

2. Wir könnten deutlich virtueller arbeiten 

Viele Arbeitgeber spüren es bereits jetzt: Der Arbeitsmarkt könnte sich in den nächsten Jahren deutlich ins Netz verlagern. Im immer komplexeren virtuellen Raum entstehen auch neue Funktionen und Aufgaben und damit neue Jobs und Jobprofile. 

Spannend hieran ist, dass das Metaverse selbst vollkommen neue Berufe entstehen lassen könnte. Menschen müssten für die Erledigung ihrer beruflichen Pflichten teilweise nicht einmal mehr das Haus verlassen, da das Home-Office als Zugang zum virtuellen Raum vollkommen ausreicht. In einem Handelsblatt-Artikel werden insgesamt sieben solcher Berufsbilder vorgestellt und auf Jahresgehälter von bis zu 300.000 Euro hingewiesen. 

Was sich bereits jetzt mit neuen Berufen in den Bereichen E-Commerce, Social Media und Gaming abzeichnet, dürfte auch in den nächsten Jahren weiterhin Fahrt aufnehmen. Kritiker dieser Entwicklung mahnen vor allem finanziell zu Vorsicht. Sie befürchten, dass hinter außergewöhnlich hohen Jahresgehältern eine Art Blase stecken könnte. Ob der virtuelle Markt tatsächlich Platz für hochbezahlte Spezialisten hat, wird die Zeit zeigen. 

3. Gesundheitsvorsorge und Behandlung könnten sich verändern

Der Gang zum Arzt ist bereits heute digitaler möglich als noch vor wenigen Jahren. Ist keine körperliche Untersuchung notwendig, lassen sich manche Anliegen per Video-Sprechstunde oder Sprach-Austausch erledigen. Auch Krankenkassen richten sich auf das neue Bedürfnis der Menschen nach digitaler Gesundheitsversorgung ein. Mit speziellen Apps, welche sich Patienten per Rezept verschreiben lassen können, ist sogar eine Entlastung des Gesundheitssektors in Zeiten des Fachkräftemangels denkbar. 

Und weil sich der Mangel sowohl an Ärzten als auch Pflegekräften in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten aller Vermutung nach weiter verschärfen wird, rechnen Experten mit dem Ausbau digitaler Angebote. Diese bieten im besten Fall eine Art Automatisierung. 

Kombiniert werden könnte dies in Zukunft auch mit hochmodernen Wearables wie Smartwatches, die etwa die Funktion eines EKGs übernehmen, den Kreislauf überwachen oder bei Diabetikern den Blutzuckerspiegel messen können. Erste Modelle inklusive automatischer Insulinpumpen sind bereits im Einsatz. 

4. Kinder könnten anders lernen 

Auch wenn soziale Kontakte für die kindliche Entwicklung von besonderem Wert sind: Präsenzunterricht könnte in der Zukunft nicht mehr zum Standard in Schulen gehören. Denkbar wäre die Entwicklung verschiedenster Hybridmodelle, bei denen Schüler zwischen Homeschooling und Präsenz wählen können. 

Gerade für ängstliche Schüler und Schülerinnen, im Falle von Mobbing oder auch bei anderweitig veränderten Lebensumständen wäre es möglich, durch Hybridmodelle die Ausfallzeiten zu verringern. Fest steht dabei jedoch: Ganz sollte der virtuelle Raum Gleichaltrige und Mitschüler nicht ersetzen und Kinder aus sozial schwächeren Familien dürfen vom Fortschritt nicht abgehängt werden. 

In den Schulen selbst dürfte ebenfalls vieles anders aussehen als bisher. Statt eines mehrere Kilo schweren Schulranzens tragen Schüler und Schülerinnen künftig eventuell nur noch ein schlankes Tablet oder Notebook in der Tasche. Auf ihrem Endgerät gespeichert finden sich alle Inhalte inklusive Videos und virtuellen Räumen, in denen sich Klassen auch abseits des Unterrichts austauschen können. Bereits heute vorhandenes Equipment wie Smartboards bilden die Basis für eine Infrastruktur, die in der Zukunft noch deutlich weiter ausgebaut werden dürfte.  

5. Mobilität und Automatisierung könnten verschmelzen 

Schon jetzt tut sich im Bereich der Mobilität vieles. Rein elektrisch fahrende Busse und Autos, die eigenständig die Spur halten, erregen mancherorts nicht einmal mehr Aufsehen. Die Entwicklung der Branche dürfte in den nächsten Jahren rasant voranschreiten. Elektroautos sind der Anfang, selbstfahrende Systeme die Zukunftsvision. Dass der Spaß dabei aller Vermutung nach nicht auf der Strecke bleiben wird, beweist Elektro-Riese Tesla schon jetzt. In den Fahrzeugen des Unternehmens finden Fahrer immer wieder unterhaltsame Easter Eggs, über die basicthinking.de berichtet. 

Wann Menschen tatsächlich nicht mehr selbst lenken müssen, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Fahrzeuge ihnen viele bislang notwendigen Aufgaben abnehmen könnten. Die Suche nach einem freien Parkplatz etwa könnte mit Hilfe von Satellitenbildern erleichtert werden und Gefahrenbremsungen können vollautomatisch und sicher ablaufen. Auch dass Fahrzeuge in Zukunft untereinander kommunizieren können, steht bereits fest. Für Autofans bleibt der Blick auf die kommenden Jahre folglich einer der wohl aufregendsten.