NFTs – kommt 2023 der neue Hype?

NFTs – kommt 2023 der neue Hype?

NFTs – kommt 2023 der neue Hype?

Im vergangenen Jahr hatten NFTs einen bisher unvergleichlichen Hype. Die Marktkapitalisierung des Sektors schoss in die Höhe und lag zwischenzeitlich bei einem Wert in zweistelliger Milliardenhöhe. Auch außerhalb des Kryptospaces waren NFTs zu diesem Zeitpunkt ein großes Thema. Prominente Persönlichkeiten veröffentlichten eigene Kollektionen und bekannte Brands nutzten NFTs, um neuen Kollektionen zu einem besseren Launch zu verhelfen.

Die populärsten NFT-Kollektionen wie etwa die Kryptopunks oder der Bored Ape Yacht Club erreichten teilweise eine Wertuntergrenze von einer halben Million Dollar und wohlhabende Persönlichkeiten brüsteten sich mit dem Besitz solcher NFTs. Die unglaubliche Beliebtheit der Bildkollektionen, führte zu einer regelrechten Flut neuer Kollektionen, die den Markt überschwemmten und zu einem großen Teil nur auf das Kapital risikofreudiger Anleger aus waren.

Inzwischen ist dieses überschwängliche Interesse an Non Fungible Tokens abgeflacht und nur wenige Investoren wollen noch NFTs kaufen. Durch den Bärenmarkt und die generelle wirtschaftliche Situation haben Anleger ihr Geld heute weniger locker sitzen und investieren Kapital lieber in krisensicherere Assetklassen. Doch könnte in diesem Jahr ein neuer Boom für NFTs anstehen? Was spricht dafür, was dagegen und wie könnte man von einem erneuten Hype profitieren?

Was sind eigentlich NFTs?

Der Begriff NFT steht für Non Fungible Token und beschreibt somit einen Token, welcher sich dadurch auszeichnet, dass er nicht verwechsel- und austauschbar ist. Im Gegensatz zu normalen Kryptowährungen wie dem Bitcoin, bei denen jeder Coin mit den anderen identisch ist, ist ein NFT stets einzigartig. In dieser Einzigartigkeit liegt das enorme Potenzial dieser Technologie begründet.

Da die an eine Blockchain gebundenen NFTs nicht gefälscht oder dupliziert werden können, eigenen sie sich ausgezeichnet, um den zweifellosen Besitz einer Person von etwas klarzustellen. So können neben Bildern auch Videos, Musik, URLs und virtuelle Grundstücke in NFTs verpackt oder an deren Besitz gekoppelt werden. Doch auch weniger technische Anwendungsbereiche sind für die Zukunft denkbar. NFTs könnten auch den Besitz realer Gegenstände wie Sammlerstücke, Autos oder auch Grundstücke und Häuser klarstellen und deren Besitzer verifizieren.

Der Hype der vergangenen Jahre bezog sich jedoch vornehmlich auf sogenannte NFT-Kollektionen. Bei diesen werden NFTs in Form einer festgelegten Anzahl von Bildern erstellt. Diese Bilder ähneln sich meist grundsätzlich, unterscheiden sich jedoch in ihren Attributen. So haben die Affen im Falle des Bored Ape Yacht Club beispielsweise unterschiedliche Kleidung, Hintergründe, Münder etc. Da manche Attribute und Attributkombinationen seltener sind als andere, bildet sich innerhalb einer Kollektion eine Art Hierarchie, in der die NFTs mit den seltensten Attributen ganz oben stehen und dementsprechend am teuersten sind.

Derartige Kollektionen haben einen Investitionswert für Anleger, da sie auf eine gewisse Anzahl beschränkt sind und die Nachfrage die Preise hier teils in utopische Höhen treibt. Es geht vornehmlich darum, Teil der Community einer Kollektion zu sein, der unter anderem auch prominente Persönlichkeiten wie Justin Bieber oder Snoop Dog angehören. Zudem erhalten Besitzer eines NFTs einer Kollektion je nach Kollektion unterschiedliche Vorteile, die in dem Zutritt zu exklusiven Events oder anderen Vorteilen bestehen können.

Kann es zu einem neuen Hype um NFTs kommen?

Es ist auf jeden Fall möglich, dass die Nachfrage nach den Bildkollektionen von NFT Projekten wieder zunehmen wird. Hauptfaktor hierfür dürfte eine Erholung des Kryptomarktes im Generellen sein. Sobald sich der Bitcoin wieder in einer höheren Preisrange befindet, werden Investoren ihr Geld wieder in alternative Kryptoassets wie NFTs investieren wollen, um von allen Seiten des Spaces zu profitieren.

Tatsächlich ist es ja auch nicht so, als wären alle NFT Projekte vom Erdboden verschwunden. Die größten Kollektionen bestehen natürlich immer noch und es werden auch immer noch NFTs zu sechs- oder sogar siebenstelligen Summen verkauft. Es kommen auch täglich neue Kollektionen heraus. Nur liegt der durchschnittliche Preis und das generelle Handelsvolumen aktuell einfach niedriger als noch vor einem Jahr.

Der Umstand, dass auch in schwierigen Marktphasen wie dem aktuellen Bärenmarkt an neuen NFT-Kollektionen gearbeitet wird, spricht auf jeden Fall dafür, dass viele Marktteilnehmer in der Zukunft von einem neuen Boom in der Branche ausgehen. Ob und wann dieser eintreten wird, kann jedoch schwer vorausgesagt werden.

Sicher ist, dass sich der zweite NFT-Hype in vielerlei Hinsicht von dem Ersten unterscheiden wird. Anleger wissen nun, worauf beim Kauf von NFTs zu achten ist und kennen auch den hohen prozentualen Anteil der Projekte, die nach ihrem Launch nach kurzer Zeit an Wert verlieren. Dementsprechend vorsichtiger dürften viele Investoren an zukünftige Investitionen in NFTs herangehen.

Sollte man zu Beginn des nächsten Hypes investieren?

Diese Frage lässt sich so pauschal auf keinen Fall beantworten. Unabhängig davon, dass jeder seine eigenen Investitionsentscheidungen treffen muss und diese nicht von geschriebenen oder gesprochenen Aussagen anderer abhängig machen sollte, birgt eine Investition in NFTs Risiken.

Abgesehen von Scams und anderen Sicherheitsrisiken muss für den Verkauf eines NFTs, im Gegensatz zum Verkauf anderer Kryptos, schließlich immer ein individueller Käufer gefunden werden, der genau dieses NFT besitzen möchte. Findet sich dieser Käufer nicht, bleibt man auf seiner Investition sitzen und kann keinen Gewinn realisieren.

Ist man sich dieses Risikos bewusst, kann man natürlich auch auf die positiven Seiten einer Investition in NFTs schauen. Ist man bereits vor einem Hype in eine beliebte Kollektion investiert, lässt sich das eingesetzte Kapital hier unter Umständen vervielfachen. Im Falle eines neuen Booms von Non Fungible Tokens, sollte man eine Investition also gut abwägen und sich der Verlustrisiken bewusst sein, um profitieren zu können.

 

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