Influencer Marketing und Social Media in Krisenzeiten

Influencer Marketing und Social Media in Krisenzeiten

Influencer Marketing und Social Media in Krisenzeiten

Der Lockdown hat weitreichende Konsequenzen auf das gesellschaftliche Leben. Besonders betroffen von den wirtschaftlichen Auswirkungen ist die Gastronomie, die Kultur-und Reisebranche und der stationäre Einzelhandel für Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf zählen. Arbeitnehmer befinden sich größtenteils im Homeoffice und für Schüler gehört Homeschooling mittlerweile zum Alltag. Auch die Medien, besonders die Influencer-Branche, sind von den Konsequenzen betroffen. Vor welchen neuen Herausforderungen die Influencer-Branche steht und wie sich die Maßnahmen im Marketing in dieser schweren Zeit umsetzen lassen, soll in diesem Artikel dargestellt werden.

 

Influencer Marketing in Corona Zeiten

Was bedeutet Influencer Marketing in Corona Krisenzeiten ? Vor der Corona-Krise war es eine Selbstverständlichkeit für viele Unternehmen, eine Kooperation mit Influencern einzugehen, die zu dem eigenen Image gepasst haben. Influencer sind auf Instagram, TikTok und Youtube anzutreffen, besitzen eine sehr hohe Reichweite und konnten aufgrund dieser Voraussetzungen als Meinungsmacher für das eigene Unternehmen gewonnen werden. Ziel beim Influencer Marketing war, die eigene Glaubwürdigkeit zu stärken und die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zu erregen. Influencer sind Experten auf ihrem Gebiet, weshalb ihre Meinung in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert besitzt. Dadurch sind diese Personen in der Lage, auf die Bewertung von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen einen nicht unerheblichen Einfluss zu nehmen.

Durch die Corona-Krise haben viele Betriebe sehr starke Umsatzeinbußen hinnehmen müssen – eine Tatsache, die auch vor dem Influencer Marketing keinen Halt gemacht hat. Unternehmen mussten ihre Ausgaben auf diesem Gebiet teilweise drastisch herunterfahren. Da Influencer aber von diesen Kooperationen leben, bedeutet diese im Umkehrschluss, dass die Influencer bei der Wahl nicht wählerisch sein können. Sie müssen notgedrungen Aufträge annehmen, mit denen sie sich nicht zu 100 % identifizieren können.

Steuerlicher Leitfaden für Influencer

Verstärkt wird dieser Umstand noch dadurch, dass infolge der Kontaktbeschränkungen die Reichweite der Influencer weiter angestiegen ist. Nicht nur Produkte werden vermehrt im Netz erworben, sondern die meisten Menschen tauschen sich auch dort aus. Influencer können teilweise auf eine enorme Anhängerschaft zurückgreifen, die wiederum ein sehr großes Vertrauen in die Influencer haben. Genau das ist es auch, warum Unternehmen eine Kooperation mit diesen Accounts eingehen: aufgrund der Authentizität. Diese Glaubwürdigkeit kommt allerdings zum Wanken, wenn Influencer Kooperationen mit Unternehmen eingehen, die nicht viel mit ihrer Reputation in der Öffentlichkeit zu tun haben. Das schädigt nicht nur die Vermarktung der Produkte des jeweiligen Unternehmens, sondern vor allem auch dem Image des Influencers und seinem Expertenstatus.

 

Veränderungen im Marketing über Social Media

Social Media gewinnt gerade in der letzten Zeit immer mehr an Bedeutung. Durch die Kontaktbeschränkungen sind Social Media Netzwerke nahezu die einzige Möglichkeit, über die sich Konsumenten über aktuelle Entwicklungen und Angebote informieren können. Das Marketing wird bedingt durch diese Entwicklungen primär im Netz ausgerichtet. Immer mehr Unternehmen bieten ihre Produkte über einen eigenen Online-Shop an, um die Umsätze anzukurbeln. Instagram hat eine eigene Shop-Funktion, über die es möglich ist, Bestellungen direkt über das soziale Netzwerk aufzugeben. So kann das Marketing gleich mit dem Verkauf der Produkte verbunden werden. Eine ähnliche Funktion bietet Facebook, wo es Unternehmen erlaubt ist, einen Shop direkt auf der Plattform anzulegen. Firmen sollten also überlegen, einen firmeninternen Social Media Guide festzulegen, um Richtlinien, Ausspielungen und Ziele im Social Media klar zu definieren.

 

Was bedeutet diese Entwicklung für Unternehmen?

Die sozialen Plattformen sind gerade in der Krise die erste Anlaufstelle, um Konsumenten und Interessenten über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden zu halten. Denn: Gerade in der Krise sind User häufiger denn je in den sozialen Netzwerken unterwegs und informieren sich über die jeweiligen Unternehmen. Für diese bedeutet dies, nicht nur, aktuelle Informationen einzupflegen, sondern vor allem den Service großzuschreiben. Vermehrt kommt es zu Feedback oder Anfragen, worauf die Unternehmen möglichst zeitnah eingehen sollten. Das bringt nicht nur den Kundenservice zum Ausdruck, sondern stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Welche Möglichkeiten stehen den Unternehmen in Social Media zur Verfügung?

Während der stationäre Handel auf Online-Shopping setzt, baut die Gastronomie vermehrt den Lieferservice aus. Andere Maßnahmen im Marketing sind beispielsweise die offene Kommunikation über Sicherheitsmaßnahmen, die zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden umgesetzt werden. Andere Formate wie virtuelle Events bieten weitere Möglichkeiten, um die Nähe zum Kunden auch weiterhin aufrechtzuerhalten. Gerade die Krise hat außerdem die Produktion neuer Artikel vorangetrieben, die gerade in der Krise von Bedeutung sind.

Nicht nur das Influencer Marketing hat sich in Corona Zeiten grundlegend verändert, sondern auch die Kommunikation der Unternehmen mit ihren Konsumenten. Vielen Betrieben steht weniger Geld zur Verfügung, weshalb das Influencer-Marketing einen Rückgang erlitten hat. Auch wenn Unternehmen weniger Geld zur Verfügung steht, um Marketingmaßnahmen umzusetzen, sollten Influencer ihren Werten treu bleiben und nur Kooperationen eingehen, mit denen sie sich auch verbunden fühlen und die ihrem Image keinen Schaden zufügt. Für Unternehmen gilt es in Zeiten der Krise sich den aktuellen Entwicklungen anzupassen und den Kundenservice über Social Media auszubauen.