OpenERP vs. eNVenta ERP – alle Vorteile und Nachteile

ERP Enterprise resources planning system software business technology.

OpenERP vs. eNVenta ERP – alle Vorteile und Nachteile

Lösen Sie als Geschäftsführer komplizierte Probleme für Ihr Unternehmen? Selbstverständlich… Blöde Frage… Aber müssen Sie deshalb gleich Millionen für ein ERP System ausgeben? Prinzipiell nein – denn es gibt einige Open Source ERP Systeme, mit denen Sie Ihr Unternehmen für kleines Geld in Form bringen können.

 

Definition: Was bedeutet Open Source?

Open Source Software bedeutet, dass der Quelltext der Software öffentlich frei zugänglich und frei verfügbar ist. Der Quellcode kann daher öffentlich von Dritten eingesehen, geändert und verwendet werden. „Open Source“ ist jedoch nicht automatisch gleichzusetzen mit „kostenlos“. Relativ häufig werden Open Source Technologien jedoch kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Open Source Prinzip ist grundsätzlich weltweit verbreitet.

Ein Ursprungsgedanke dreht sich um freies Denken und freien Code für alle aus altruistischen Motiven heraus. Der Code soll sich dabei weltweit für alle frei verfügbar und nicht in der Hand von globalen Unternehmen zwecks Gewinnmaximierung befinden.

Eine ebenfalls wichtige Rolle in der Geschichte der Open-Source-Projekte spielt der Mangel an „Sponsoren“/Geldgebern für die Entwicklung. Eine große Anzahl der erfolgreichen Open-Source-Projekte wurden als Alternativen zu den marktbeherrschenden Softwareanbietern ins Leben gerufen. Warum? Aus einem einfachen Grund: mit Hilfe der Open-Source-Software planen die Sponsoren der Community gegen große, marktbeherrschende Konzerne anzugehen.

Große Unternehmen wie Oracle, Sun, Google und Novell unterstützen Open Source Projekte, welche vor allem von der Community aus einer Vielzahl an Entwicklern sowie kleineren Unternehmen leben und weiterentwickelt werden.

 

Beispiel 1:

Oracle förderte beispielsweise Linux, um nicht ganz uneigennützig die Markthoheit von Microsoft im Bereich Betriebssysteme und Office-Anwendungen zu schwächen.

 

Beispiel2:

Die Geschichte des heutigen Firefox Browsers. Sie beginnt in den 90er Jahren: die Mozilla Foundation und der heutige Firefox Browser entstand im Jahr 1998 aus der Freigabe des Netscape Navigator Codes, welcher noch vor dem Microsoft Internet Explorer in den 90er Jahren der führende Browser weltweit war.

Heute kennt ihn kaum noch jemand, denn nachdem Microsoft mit dem weltweiten Siegeszug seines Betriebssystems Windows 98 auf sämtlichen Computern den Internet Explorer mitauslieferte und dem Netscape Navigator seine Marktanteile und damit den Rang ablief, war Netscape vom Markt verdrängt.

Man beschloss daraufhin bei Netscape nach heißen juristischen Auseinandersetzungen mit Bill Gates, die Freigabe des Netscape Navigator Codes, um Microsoft und das drohende Monopol wenigstens weiterhin ein klein wenig zu ärgern.

Google unterstützte zudem seitdem zusätzlich die Mozilla Foundation mit ihrem Firefox Browser, um seine Google-Suchmaschine als Standard Suche im Firefox-Browser zu verbreiten. Dies funktionierte bekanntlich relativ gut. „Google das mal…“ ist als Marke in den Alltagsgebrauch übergegangen, wie das „Tempo“ (statt Taschentuch) von Procter & Gamble.

Weitere bekannte Beispiele von Open Source Software sind z. B. Linux, Apache, LibreOffice, Mozilla Firefox, WordPress, Magento oder Android.

Vorteile Nachteile
Open Source Software
  • Kostenlose Nutzung
  • Unbeschränkt Nutzerzahl
  • Flexibles Customizing
  • Programmierkenntnisse oder Dienstleister nötig
  • Hoher Zeit- und Kostenaufwand
  • Technische und inhaltliche Lücken
  • Selbstständige Wartung
  • Kein Support durch Anbieter
  • Keine Weiterentwicklung durch Anbieter garantiert
  • Keine Garantie für Systemfunktion
eNVentaERP
  • Umfangreiche Funktionen
  • Inhaltlich und technisch ausgereift
  • Perfekt zugeschnittene Branchenlösungen vorhanden
  • Wartung durch den Hersteller
  • Hersteller garantiert Systemfunktion
  • Nutzung ist kostenpflichtig
  • Beschränkte Nutzerzahl
  • Customizing nur durch Anbieter

Vergleich Open Source ERP Systeme vs. eNVentaERP

Vor nicht allzu langer Zeit galten die quellcodeoffenen Lösungen als der heiße Scheiß schlechthin in sämtlichen Bereichen der Computerwelt. Office-Anwendungen, grafische Oberflächen und Betriebssysteme auf Open-Source-Basis wurden als die große Softwarezukunft angepriesen.

Für jedes Problem gibt es mittlerweile unzählige Lösungen. Der Nutzer sieht jedoch schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Er kann auch nicht immer detailliert einschätzen, welche Funktionen, Pakete oder Module er bei einer Software wirklich benötigt.

Betrachten wir einmal die Office-Welt: es existieren viele Lösungen auf Open-Source-Basis, mit welchen Texte erzeugt und bearbeitet werden können. Es macht hier aber bereits einen Unterschied, ob Sie wissenschaftliche Texte bearbeiten oder beruflich Unterstützung bei Tabellen und Formeln benötigen. Eventuell beabsichtigen Sie ausschließlich Ihre geschäftliche Korrespondenz mit der Software zu erledigen?

Vielleicht erstellen Sie hochwertige Layouts und benötigen deshalb Desktop-Publishing-Funktionen? Nicht jede Software kann alles und selbst im Office Bereich benötigt der professionelle User zuverlässige Software, die funktioniert.

Wer den Weg der Open-Source-Software geht, kann unter Umständen nicht nur viel Zeit investieren, sondern kann auch nicht sicher sein, ob und wann die Software gepflegt und weiterentwickelt wird. Schlimmstenfalls ist man auf Foren angewiesen, um Hilfe bei speziellen Problemstellungen zu erhalten. Auch wenn Open Office beispielsweise weder Support noch professionelle Vorlagen bietet, gelang dem Open-Source-System ein hervorragender Gegenentwurf zu dem marktbeherrschenden Office-Paket von Microsoft.

Lesen Sie hier z.B. über die Diskussion der Community um „Libre Office“ in Juli 2020, wo eine Lizenz-Variante eigenführt werden soll.

Das Pendant zu Open Source Software nennt sich übrigens Closed Source Software, oder auch proprietäre Software genannt. Diese wird üblicherweise lizenziert und der Quellcode der Software ist nicht frei zugänglich, sondern geschützt. Bei den meisten führenden ERP-Lösungen handelt es sich um Closed Source ERP. Aber, warum genau ist dies eigentlich so?

 

Geringes Interesse an Open-Source-ERP – sowohl bei ERP-Kunde als auch bei ERP-Anbieter!

In Bezug auf ERP-Systeme ist dieser Euphorie bereits längst die Ernüchterung gefolgt, denn Support und Weiterentwicklung des Systems spielen in dieser Branche für den Kunden eine Schlüsselrolle. Allein durch die gelegentliche Einblendung von Werbebannern finanziert sich leider ein komplexes, abteilungsübergreifend arbeitendes Software-Projekt, wie ein ERP es ist, nicht.

ERP-Systeme gelten als Königsklasse der Software-Programmierung. In ihre Entwicklung sind viele Personenjahre an Programmierungsarbeit eingeflossen. Die ERP-Anbieter verfügen über langjähriges Know-how und einen großen technischen Entwicklungsvorsprung, den die Open-Source-Gemeinden bisher noch nicht einholen konnten. An die Funktionalität und Güte der bekannten ERP-Systeme reichen die Open-Source-ERP-Lösungen noch nicht heran.

Bei kleineren Software Paketen wie Office-Programmen oder Internetbrowsern finden sich hingegen viele erfolgreiche Open-Source Projekte weltweit. Hängt jedoch der Unternehmenserfolg von einer Software ab, wie bei ERP-Systemen, dann spielen Faktoren wie Zuverlässigkeit und Support eine große Rolle. Deshalb konnten sich im ERP-Bereich Open-Source-Systeme bisher nur vereinzelt etablieren. Das hat vielfältige Gründe. Im Office-Bereich existieren Mono- oder Oligopole.

Dies stellt eine Situation dar, welche wir im ERP-Bereich nicht vorfinden. Große Anbieter wie SAP und Oracle teilen sich große Marktanteile unter sich auf. Es konkurrieren jedoch weitere 200-300 kleinere und mittelständische deutsche Softwareunternehmen mit den weltweit tätigen Branchengrößen um den deutschen Mittelstand. In diesem Sektor sind allerdings in den letzten Jahren ERP-Softwarelösungen für den Mittelstand von ERPNovum stark hervorgetreten.

ERP-Software ist hochgradig komplex und das Ergebnis vieler Jahre an Programmierarbeit. Das notwendige Know-How wurde über lange Zeit hinweg aufgebaut und hat einen Entwicklungsvorsprung begründet, welcher sich nicht so leicht einholen lässt. Es sind vor allem fundierte Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Wertschöpfungsprozesse, die in die Software eingeflossen sind und in ihrer speziellen Ausprägung für ein Unternehmen entscheidend sind.

Open-Source-Lösungen fehlt es häufig an entscheidenden Funktionen, die für viele Unternehmen wichtig sind. Unternehmen müssen sich hundertprozentig auf das ERP-System verlassen können, damit Prozesse reibungslos ablaufen. Hilfe in Form von Support muss unbedingt gewährleistet sein. Andernfalls könnten Geschäftsprozesse leicht ins Stocken geraten oder Ausfälle eintreten und dem Unternehmen wirtschaftlich schaden.

 

Was sind Open Source ERP Anbieter?

Es gibt Open-Source ERP Anbieter, welche Ihr System ohne Lizenzkosten zur Verfügung stellen. Für den sogenannten Source-Code zahlen Sie hier keine Gebühren, wie dies bei den meisten großen ERP-Anbietern mit den verschiedensten Lizenzkosten-Modellen üblich ist.

Selbstverständlich müssen auch die Anbieter bzw. Implementierungspartner der Open-Source-ERP-Systeme irgendwie Geld verdienen, denn auch Open-Source-ERP Systeme sind am Ende nicht kostenlos installiert. Einzig für den Code der Software werden eben keine Lizenzkosten fällig – Schulung, Einrichtung und Anpassung der Software kosten jedoch auch bei Open-Source-ERP Anbietern Geld, denn auch diese Software Häuser leben nicht von Luft und Liebe allein.

Häufig bleiben open Source Anbieter sehr nah am Standard der Software, da Kunden meist kleine bis mittlere Unternehmen sind, welche ein ERP anschaffen möchten, aber nicht viel Geld auszugeben wünschen. Somit ist ein open source ERP die ideale, kostengünstige Starter-Lösung für alle Beteiligten.

 

Kommerzielle ERP Anbieter

Mittlere bis größere Unternehmen stellen an Ihre Unternehmenssoftware meist andere/höhere Anforderungen, als ein kleines Unternehmen, welches erstmalig ein System anschafft. Meist sollen Prozesse individuell gestaltet werden und der Kunde hat zudem sehr genaue Vorstellungen, was das neue System können sollte im Vergleich zu seinem jetzigen System.

Als am besten individuell anpassbares System mit bereits kostengünstig vorkonfigurierten Branchenlösungen hat sich in den letzten Jahren das eNVenta ERP System heraus kristallisiert. Vorteil dieser Software ist es, dass sehr viele arbeitsintensive Prozesse mit einer langjährig entwickelten Softwarelösung automatisiert und vereinfacht werden können. Durch die Vielzahl an Projekten gibt auf Basis der ERP-Software bereits zahlreiche branchenspezifische Speziallösungen wie Großhandel, Verpackungsindustrie und mehr.

 

Anpassungen bei ERP-Lösungen sind mit hohen Kosten verbunden

Im Vergleich zu mehr oder weniger standardisierten Branchenlösungen ist der Anpassungsaufwand bei Open-Source-Lösungen am Ende vermutlich höher. Entsprechend hoch sind die Kosten, wenn das Unternehmen diese Anpassungen von einem externen Dienstleister der Open-Source-Lösung vornehmen lassen muss, weil die eigene IT-Mannschaft nicht über das notwendige Know-how verfügt. Um die starken externen Abhängigkeiten zu verringern, benötigen Sie wieder zusätzliche Spezialisten oder eigene IT-Fachkräfte, welche letztlich wieder im Tagesgeschäft fehlen, wenn sie zu Spezialisten für die Open-Source-Lösung ausgebildet werden.

Außerdem können dabei wiederum Wissensinseln mit neuen Abhängigkeiten entstehen, was zwangsläufig zur Stärkung der IT innerhalb des Unternehmens beiträgt. Fallen dann Spezialisten im IT-Bereich aus, kann dies Stillstand bedeuten, weil sich kein anderer interner oder externer Mitarbeiter mit dem Ausmaß und den Details der unternehmensspezifischen Anpassungen genau auskennt.

De facto bewirkt das einen erheblichen Bedeutungszuwachs des IT-Bereichs. Das Management von Unternehmen möchte Abhängigkeiten in der Regel vermeiden und entscheidet sich aus diesen Gründen zumeist für standardisierte Branchenlösungen mit überschaubarem Anpassungsbedarf. Hier garantiert zudem ein Anbieter, dass die ERP-Lösung funktioniert.

 

Sind Open-Source ERP-Systeme wirklich günstiger?

Unter Kostenaspekten ist eine ERP-Lösung mit Open-Source-Software nur vordergründig günstiger. Man spart zwar die Lizenzgebühren, zahlt aber bei der Anpassung an die Geschäftsprozesse des Unternehmens später umso mehr drauf. Zwar sind Entwicklercommunitys recht aktiv – ob allerdings das nötige und unverzichtbare Branchen-Know-how tatsächlich im benötigten Umfang vorhanden ist, erfährt man erst, nachdem viel Zeit und Geld in eine Anpassungsprogrammierung geflossen sind.

Stellt sich dann heraus, dass die Funktionalität der Basissoftware die Unternehmensprozesse nur völlig unzureichend abbilden kann, ist man zwar um eine Erfahrung reicher, hat aber bereits viel Geld ausgegeben und ist von einer funktionierenden ERP-Lösung nach wie vor meilenweit entfernt.
Um noch einmal zu dem Vergleich mit den Office-Programmen zurückzukommen: vieles, was bei einer Office-Software auf Open-Source-Basis vielleicht vermisst wird, ist im Grunde genommen nichts anderes als ein „Nice-to-have“, wenn es denn in der open-source-Variante fehlen sollte.

Man kann mit der Lösung dennoch gut arbeiten und notfalls Workarounds nutzen. Fehlt hingegen in einer ERP-Software eine für das Unternehmen essentiell wichtige Kernfunktion oder bildet das System eine solche falsch ab, so kann dies gravierende Folgen nach sich ziehen. Bildlich gesprochen vergleichen Sie dies doch einmal damit: Sie gehen mit einer Luftmatratze im Meer schwimmen. Hat Ihre Luftmatratze jedoch ein Loch, von dem Sie vorher nichts wussten oder welches Sie versehentlich verursacht haben, so ärgern Sie sich hinterher und sind froh, wenn Sie nicht untergehen bzw. wenigstens selbstständig ohne Luftmatratze schwimmen können.

 

Vertriebsmodelle bei Open Source

Da open ERP Software in der Regel lizenzkostenfrei ist, verdienen die Anbieter ihr Geld durch Serviceleistungen wie Software-Implementierung, Customizing, Schulungen oder Support. Gerade die populäreren Anbieter freier ERP-Software orientieren sich an den Vertriebsmodellen der Standard-Lösungen. Das heißt es werden teilweise Lizenz- als auch Wartungskosten verlangt.

Diese lizenzkostenpflichtigen Open-Source Anbieter „garantieren“ allerdings meist auch vertraglich für die Lösung, wie bei “normaler” ERP-Software üblich. Ist dies nicht gewährleistet entfallen diese Kosten, was allerdings die nicht erwünschten Risiken für den Unternehmenserfolg mit sich bringt.

Die letztendlich anfallenden Kosten für ein ERP-System, dessen Funktion garantiert wird unterscheiden sich – ob “unfreies” oder “Open-Source”-System – letztendlich kaum. Open-Source-Anbieter im Business-Software-Umfeld vertreiben die freie ERP-Software also in gewohnter Weise und sogar teilweise inklusive Lizenzgebühren. Sie operieren quasi ähnlich wie z.B. bekannte Linux-Distributoren Suse oder RedHat.

 

Kosten-Vergleich Open-Source ERP vs Lizenz-ERP

Odoo: 20 User Unternehmen mit einigen, grundsätzlich in vielen Unternehmen üblichen Modulen = 1000 Euro/Monat = 12.000 / Jahr

Kosten-Vergleich Open-Source ERP vs Lizenz-ERP

 

Nehmen wir dazu eNVenta ERP im Vergleich mit ähnlichen Modulen, ohne hierbei die Funktionalitäten der Systeme zu vergleichen:

Wir hätten in diesem Kundebeispiel allein Kauf-Lizenzkosten in Höhe von etwa 100.000 Euro und bei üblichen Wartungspauschalen der Software Branche auf Ihre Software von etwa 15-21 % jährlich auf das Lizenzvolumen lägen wir hier alleine schon in der monatlichen Wartung mit 1800 Euro über den monatlichen Kosten eines Odoo ERP.

Wieso entscheiden sich also Kunden für eNVenta ERP statt Odoo oder anderen Open-Source-ERP / Cloud Lösungen?

Die Antwort liegt in den bisher genannten Argumenten dieses Artikels begründet. Klare Verhältnisse bei Support und Zuständigkeiten, Sicherheit zukünftiger System-Weiterentwicklung, maßgeschneiderte Prozesse. Hat ein Unternehmen diesen richtigen Partner, welcher gleichzeitig auch Prozess-Berater ist, für sich gefunden, spielt es keine Rolle, ob die gute Lösung am Ende etwa mehr kostet. Vergleichen Sie dies psychologisch mit dem Kauf eines iPhones.

 

Fazit: Welches ist nun das richtige ERP für mein Unternehmen?

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Open Source ERP für bestimmte Unternehmen durchaus eine Alternative zum kostenpflichtigen ERP-System sein kann. Dies betrifft jedoch eher Einzel- oder Kleinunternehmen mit einer einfachen Unternehmensstruktur, geringen rechtlichen Verpflichtungen und Mitarbeitern mit Programmier-Know-how. Hier reicht oft bereits die Standardversion eines Open Source ERP aus, die bei Bedarf selbstständig angepasst, weiterentwickelt und gewartet werden kann.

Sind jedoch zahlreiche Anpassungen nötig und muss dafür ein externer Dienstleister beauftragt werden, können die Kosten für Customizing und Support bereits über ein kostenpflichtiges ERP-System hinausgehen. Vor allem für mittelständische Unternehmen mit mehreren Standorten, komplexen Prozessen, hohen rechtlichen Anforderungen oder in speziellen Branchen ist eine Kauflizenz daher am Ende vermutlich die kostengünstigere Alternative.

Zudem kann man sich hier auf die Zuverlässigkeit und Weiterentwicklung des Systems durch den Hersteller verlassen. Dies ist bei ERP-Systemen besonders wichtig, da bereits kleinste Fehler oder Ausfälle des Systems rechtliche Konsequenzen oder wirtschaftliche Schäden verursachen können.
Ausfälle des ERP-Systems können sich Unternehmen nicht leisten. Trotzdem vorausgesagtem Open-Source Erfolg, scheint den meisten Unternehmen das „Risiko der Freiheit“ mit einer Open-Source-ERP-Lösung zu hoch.

Am Ende stellt sich bei allen Produkten in sämtlichen Bereichen der Wirtschaft immer wieder die eine und alles entscheidende Frage:

 

Was leistet der ausgewählte Partner am Ende und wie zufrieden stellend ist diese Arbeit für den Kunden?

Zufriedene Kunden sind sowohl bei einem ERP System bereit für eine gewisse Sicherheit x auch einen Betrag y zu bezahlen, als auch bei anderen Produkten. Und dies auch, obwohl es meistens auch günstigere Alternativen gäbe – siehe das Beispiel Apple und sein iPhone oder günstigere Android Lösungen. Ähnlich gelagert von der Denkweise her ist dies auch übertragbar auf unseren Artikel und ERP-Software.

Image by Susanne from Pixabay
Über Volker 1396 Artikel
Volker ist ein erfahrener Experte auf dem Gebiet der Digitalisierung und Smart-Technologie. Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem fundierten Fachwissen ist er ein vertrauenswürdiger Autor für Digital-Smartness.de. Seine Leidenschaft für innovative Technologien und sein Engagement für qualitativ hochwertige Inhalte spiegeln sich in seinen Beiträgen wider. Volker ist bestrebt, seinen Lesern fundierte Einblicke und praktische Tipps zu bieten, um ihnen dabei zu helfen, das Beste aus der digitalen Welt herauszuholen. Mit Volker als Autor können die Leser sicher sein, dass sie verlässliche und relevante Informationen erhalten, um ihre digitalen Fähigkeiten und ihr Verständnis kontinuierlich zu verbessern.