Social Media Detox – der bewusste Verzicht auf Instagram, Facebook, Twitter & CO

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Social Media Detox – der bewusste Verzicht auf Instagram, Facebook, Twitter & CO

Social Media macht süchtig, Das ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen und viele von uns machen diese Erfahrung selbst durch: sie sind völlig reizüberflutet von den Likes, Shares, Followern und Influencern, die sie ständig auf Facebook, Instagram und anderen Social Media Kanälen wahrnehmen und ihnen die Konzentration rauben.

Paradox: Wir sehen uns ständig das Leben von perfekten Menschen an und werden dadurch selbst immer unperfekter.

 

Doch was lässt sich dagegen unternehmen?

Zunächst einmal kann ein wenig Entwarnung gegeben werden. Es ist nicht erforderlich, wie bei einer Alkohol- oder Drogensucht einen kompletten Entzug durchzuführen und sich für immer von allen Social Media Kanälen zu verabschieden.

Immer mehr Experten raten hingegen in diesem Fall zu einer Lösung, die ursprünglich aus der Ernährungswissenschaft kommt, dem sogenannten Detox oder auf Deutsch: einer Entgiftung.

 

Wie funktioniert der Social Media Detox?

Dabei geht es darum, für einen bestimmen Zeitraum bewusst einen Verzicht auszuüben. Der Zeitraum kann dabei selbst definiert werden. Es muss nicht gleich ein ganzes Jahr oder ein ganzer Monat sein, zum Einstieg kann man es auch mit einer Woche oder auch nur zu bestimmten Zeiten während eines Tages ohne Instagram und Co. versuchen.

 

Der Selbstversuch von Jan

Jan Rein berichtet auf seinem Blog für den bewussten Umgang mit digitalen Technologien von seinem Selbstversuch, bei dem er zwölf Monate bewusst auf soziale Medien verzichtet hat.

Er hat sich dafür entschieden, seine entsprechenden Apps auf dem Handy ganz zu löschen, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen. In den ersten Tagen hat er trotzdem ständig aus Gewohnheit sein Telefon zur Hand genommen, nur um jedes Mal ernüchtert festzustellen, dass der Ordner mit den Apps nicht mehr vorhanden war.

Dabei hat ihn das berühmte FOMO (Fear of missing out), also die Angst, etwas zu versäumen, gepackt. Mit der Zeit fand er aber einen neuen Rhythmus und der Drang, beispielsweise sein Essen fotografieren und in den sozialen Medien teilen zu müssen, verschwand. Der Verzicht wurde also schon bald zum Gewinn.

 

Wie können auch Sie den Detox schaffen?

Grundsätzlich ist der Verzicht auf Facebook, Instagram und Twitter für jeden machbar. Ein paar Tipps können Ihnen dabei weiterhelfen:

  • Beobachten Sie Ihr “digitales Verhalten”: notieren Sie sich für einen bestimmten Zeitraum, wann, wie oft und wie lange sie auf diversen Plattformen wie Facebook und Instagram waren.
  • Legen Sie das Handy bewusst weg. Wie bei jeder Sucht führt die Versuchung auch hier zur Verwendung. Entscheiden Sie sich dafür, das Handy in bestimmten Situationen nicht bei sich zu tragen. Beispielsweise zu Hause während des Abendessens oder bei einem geselligen Treffen mit Freunden.
  • Löschen Sie die Social Media Apps von Facebook, Instagram und Co. von Ihrem Telefon. Unterwegs haben Sie damit für eine bestimmte Zeit somit keinen Blick mehr auf die Netzwerke, am eigenen Rechner zuhause können Sie aber immer noch zugreifen.
  • Seien Sie wählerisch und folgen Sie nur ausgewählten Personen und Accounts. Beschränken Sie sich auf einen oder maximal zwei Kanäle. Es muss nicht immer die komplette Palette sein.
  • Verwenden Sie Apps wie “Offtime”, die verhindern, dass Sie sich ständig ablenken lassen.

Jan nutzt zwar nun wieder soziale Netzwerke, geht aber nach dem Detox viel bewusster damit um. Er hat erkannt, dass die virtuelle Welt nicht das ist, was uns oft als echtes Leben vorgegaukelt wird. Also: Seine Sie wie Jan, versuchen Sie es auch einmal mit dem Social Media Detox!