Teleskop kaufen – Welche Teleskope sind gut?

Teleskop kaufen - Welche Teleskope sind gut? Unser Ratgeber

Teleskop kaufen – Welche Teleskope sind gut?

Teleskope sind für Hobby-Astronomen ein unverzichtbares Werkzeug. Mit ihnen lassen sich der Mond, die Planeten, ferne Nebel und Galaxien erkunden. Teleskope gibt es heute von zahlreichen Herstellern in vielen verschiedenen Varianten. Diese große Auswahl mag den Anfänger überfordern. Wie findet man ein gutes Teleskop, und welche Ausstattungsmerkmale sollte es aufweisen?

 

Die Merkmale eines Teleskops

Die Leistungsfähigkeit eines Teleskops bemisst sich an verschiedenen Parametern. Die wichtigste von Ihnen ist die Öffnung. Diese beschreibt den Durchmesser der Frontlinse, beziehungsweise bei Spiegelteleskopen, den Durchmesser des Hauptspiegels. Die Öffnung gibt eine Auskunft darüber, wie viel Licht ein Teleskop sammeln kann. Je größer die Öffnung, desto besser, denn je mehr Licht ein Teleskop einfängt, umso besser können lichtschwache Objekte dargestellt und vergrößert werden, umso größer ist die Detailfülle.

Allerdings sind Teleskope mit großer Öffnung auch teurer, zudem schwerer und sperriger. Es muss also ein Kompromiss gefunden werden.

Neben der Öffnung ist auch die Brennweite entscheidend. Sie wird in Millimetern angegeben. Je länger die Brennweite, desto höher ist die erzielbare Vergrößerung. Außerdem ist die optische Qualität bei längerer Brennweite oft besser, da es einfacher ist, ein Teleskop mit langer Brennweite günstig zu produzieren. Teleskope mit hoher Öffnung und kurzer Brennweite sind optisch sehr aufwendig. Eine lange Brennweite hat allerdings den Nachteil, dass sie das Teleskop länger und somit sperriger macht. Heute gibt es aber auch Bauformen, die eine lange Brennweite mit kompakter Bauweise vereinbar machen.

 

Die verschiedenen Teleskop-Typen

Teleskop ist nicht gleich Teleskop. Es gibt verschiedene Typen, die sich im Aufbau ihrer Optik unterscheiden. Alle Typen haben ihre Vor- und Nachteile.

Der geläufigste Teleskop-Typ ist der Refraktor, auch Linsenteleskop genannt. Wie der Name verrät, besteht sein Aufbau ausschließlich aus optischen Linsen. Der Refraktor ist ein klassischer Teleskop-Typ, der vielen Leute zuerst in den Sinn kommt, wenn es um das Thema geht. Er zeichnet sich durch eine hohe Schärfe, eine hohe Kontrastleistung und ein hohes Auflösungsvermögen bei vergleichsweise geringer Öffnung aus. Allerdings gilt dies nur bei hochwertigen Fabrikaten.

Refraktoren mit Billig-Linsen liefern meist nur ein unzulängliches Bild. Beim Kauf eines Refraktors ist darauf zu achten, dass die Hauptlinse zumindest als Achromat gefertigt ist. Dies bedeutet, dass sie nicht aus einer einzigen Linse besteht, sondern zwei Linsen zusammengefügt wurden. Dies verringert die Bildfehler. Eine Besonderheit hierbei ist der Fraunhofer-Achromat, bei dem die Linsen nicht verkittet, sondern durch einen Luftspalt getrennt sind. Dies reduziert die Bildfehler zusätzlich. Gehobene Refraktoren zeichnen sich durch eine ED-Linse mit speziellen Glassorten aus. Spitzenmodelle haben eine apochromatisch korrigierte, das heißt aus drei Elementen bestehende Frontlinse. Den meisten Hobby-Astronomen ist mit einem hochwertigen Achromat schon gut gedient.

Spiegelteleskope besitzen anstelle von Linsen einen großen Hauptspiegel und einen Umlenkspiegel im Strahlengang. Da der Umlenkspiegel im Strahlengang Licht obstruiert, muss die Öffnung für die gleiche Leistung etwas größer ausfallen als bei einem Refraktor. Der Vorteil von Spiegelteleskopen ist ihr geringerer Preis. Für eine hohe Abbildungsleistung müssen die Spiegel allerdings gut justiert sein.

Darüber hinaus gibt es noch Mischformen zwischen Linsen- und Spiegelteleskop, zum Beispiel die Typen Maksutov und Schmidt-Cassegrain. Sie erlauben die Kombination einer großen Öffnung und einer langen Brennweite mit einer kompakten Bauform. Allerdings zählen diese Typen schon zu den preislich gehobenen Teleskopen.

 

Die Montierung nicht vernachlässigen

Neben der Optik des Teleskops ist auch die Montierung, also der Stativteil des Teleskops, sehr wichtig. Bei einer wackeligen Montierung nützt die schärfste Optik nichts. Sie muss daher so stabil wie möglich sein. Zudem spielt der Aufbau der Montierung eine Rolle. Sehr einfache Teleskope lassen sich nur in der Horizontalen und der Vertikalen bewegen. Diese Bewegungen entsprechen aber nicht der Bewegung der Himmelskörper am Nachthimmel. Hochwertige Teleskope weisen eine sogenannte parallaktische Montierung auf.

Diese wird auf den Polarstern eingestellt und erlaubt dann die Nachführung der Himmelsobjekte durch einen Wellentrieb. Dieser kann manuell sein oder auch elektrisch. Sehr gut ausgestattete Teleskope besitzen eine automatische Nachführung. Ein Elektromotor kompensiert hierbei die Drehung des Nachthimmels automatisch. Seit längerer Zeit gibt es auch computergestützte Montierungen, welche es erlauben, die Positionen von Himmelsobjekten aus einem Speicher abzurufen und automatisch vom Teleskop einstellen zu lassen.

 

Fazit

Ein gutes Teleskop muss kein Vermögen kosten. Die Bauform ist abhängig von den persönlichen Bedürfnissen und vom Budget. Den meisten Anfängern ist mit einem achromatischen Refraktor von 4“ oder einem Spiegelteleskop von 5“ gut gedient. Die Brennweite sollte um die 1000 Millimeter betragen. Dies erlaubt das Betrachten der meisten Himmelsobjekte. Die Montierung sollte parallaktisch aufgebaut sein. Ein solches Teleskop kann viele Jahre seinen Dienst verrichten.

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