IT-Fachkräftemangel und Softwareentwicklung

Programmierer werden

Wie wird man eigentlich Softwareentwickler?

Der IT-Fachkräftemangel zeichnet sich immer weiter ab, dies ist ein Nachteil für die deutsche Wirtschaft, zumal die Digitalisierung stets voranschreitet.

Experten aus der IT-Branche sind auf dem Arbeitsmarkt beliebter denn je, denn einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom aus Ende 2020 zeigte, dass es 86.000 unbesetzte Stellen gab. Der Fachkräftemangel ist in Deutschland auch hinsichtlich der IT-Branche angekommen und dies bringt erhebliche Nachteile mit sich. Die Digitalisierung kommt zum Stillstand – das darf aber nicht passieren.

IT-Fachkräftemangel und Softwareentwicklung: Wie wird man eigentlich Softwareentwickler?

Besonders gefragt sind Fachkräfte in der Softwareentwicklung respektive Programmierung. Es werden Codes geschrieben, welche Computer und Maschinen verstehen und dadurch werden gewisse Aktionen durchgeführt. Wer die Programmierung beherrscht, kann daher all seine Träume verwirklichen. Eigene Spiele erstellen, nützliche Tools kreieren oder Sicherheitsmaßnahmen schaffen ist dadurch möglich.

Der Werdegang zum Softwareentwickler ist aber kein einfacher, denn es erfordert Disziplin. Zu Beginn müssen die einzelnen Programmiersprachen erlernt werden, welche teilweise aber auf sich gegenseitig aufbauen. Programmieren bedeutet, dass Problemkomplexe abstrahiert und folglich gelöst werden müssen.

Gewisse Voraussetzungen gibt es aber auch dann, nämlich: diskrete Mathematik und Logik. Das ist primär dann der Fall, wenn Sprachen wie C#, Java und C++ erlernt werden müssen, diese Sprachen setzen ein tieferes Verständnis voraus. Bei Anfängern wiederum sind Python, Pascal und Ruby sehr gefragt.

Kurzfassung: Wie wird man Softwareentwickler / Programmierer?

Sobald die Grundkompetenzen aus dem Bereich erlernt worden sind, kann sich als Entwickler bezeichnet werden. Mit der Zeit folgen die weiteren Qualifikationen und entsprechend die Voraussetzungen, um aktiv in Unternehmen im Frontend oder Backend zu arbeiten.

Was studiert ein Softwareentwickler?

Um als Softwareentwickler tätig zu werden, muss nicht unbedingt studiert werden. Allerdings hat es Vorteile, wenn ein Studium im Bereich Informatik abgeschlossen wird und zugleich weitere Fort- und Weiterbildungen stattfinden, so unter anderem auch im Bereich der SAP-Kurse.

Wie gefragt sich Softwareentwickler?

Softwareentwickler sind gefragter denn je, denn Ende 2020 hatte die Branche über 86.000 offene Stellen. Jedes zweite Unternehmen hat die Problematik hierfür Personal zu finden. Das Gehalt ist aus diesem Grund auch erheblich angestiegen, denn laut dem Entgeltatlas der Arbeitsagentur verdient ein Entwickler durchschnittlich 5.149 Euro im Monat (brutto). 50 Prozent verdienen mehr, 50 Prozent verdienen weniger).

Was ist der Unterschied zwischen Programmierer und Softwareentwickler?

Softwareentwickler und Programmierer erledigen für gewöhnlich dieselben Aufträge, aber der Umfang ist etwas unterschiedlicher. Die Programmierer kümmern sich für gewöhnlich um einen Teilbereich der Anwendung, da hierin auch die Expertise erlernt wurde. Entwickler überschauen dagegen das gesamte Projekt.

Welche IT-Berufe sind besonders gefragt?

In vielen klassischen Berufen steigen die Anforderungen erheblich in Bezug auf die Digitalkompetenz, die Entwicklung diesbezüglich steigt rasant. Welche IT-Berufe aktuell gefragt sind, wechselt sich stetig, aber für 2022 werden es insbesondere folgende sein:

  • IT-Anwendungsbetreuer:innen
  • IT-Projektmanager (mit Kanban und Scrum)
  • Softwareentwickler (mit nodeJS, C/C++/C#, SQL, PHP, iOS und Android)
  • IT-Fachkräfte für Sicherheit
  • Data Scientists

In diesen Berufen dauert es durchschnittlich 182 Tage, bis eine solche Position in den Unternehmen besetzt wird, daraus ergibt sich bereits die Tragweite dieses Problems. Viele Fachkräfte ziehen nämlich auch eine Selbstständigkeit vor, anstatt in Vollzeit bei einem Unternehmen zu arbeiten. Das hat vielerlei Gründe, weshalb stets auf die Bedürfnisse der Interessenten eingegangen werden sollte.

Hamburg ist die Hauptstadt der IT-Profis

Das hat nämlich den Hintergrund, dass ein Softwareentwickler nicht nur für die Entwicklung zuständig ist, sondern für viele weitere Tätigkeitsbereiche:

  • Testen und Validieren
  • Implementierungen oder Integrationen
  • Anpassungen und Wartungen
  • Entwicklung von Softwarearchitektur
  • Dokumentation
  • Anforderungsanalyse
  • Qualitätskontrolle / Qualitätsmanagement
  • Software- und Datenanalyse

In großen Unternehmen werden gewisse Tätigkeitsbereiche hiervon wieder auf eigene Experten umgeschichtet. Bei kleinen Unternehmen ist dies aufgrund der personellen Ressourcen aber nicht die Regel.

Schnell tätig werden – lohnt sich ein Bootcamp?

Schnell Programmierer oder Entwickler werden und somit dem Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt entgegenwirken – ist das möglich? Für viele stellt sich diese Frage, denn die Gehälter sind ordentlich und niemand muss sich um seinen Arbeitsplatz fürchten.

Eine Schnellausbildung ist tatsächlich möglich und befürwortet auch der Digitalverband Bikom, denn 2019 waren noch 124.000 Stellen offen, dies war ein neuer Höchststand. Die Anzahl ist mittlerweile erheblich gesunken, aber dennoch ist die Nachfrage riesig. Durch die Corona-Pandemie kann die Nachfrage aber nochmals steigen, da die Digitalisierung so wichtig wie nie zuvor wird.

Wie sinnvoll sind Coding Bootcamps?

Programmieren lernen im Coding Bootcamp hat den Vorteil, dass innerhalb dieser Schnellausbildung zügig das Wissen vermittelt wird. Diese straffen Programme haben für gewöhnlich auch eine Jobgarantie. In Deutschland ist diese Form noch neu, denn es handelt sich um ein Konzept aus den USA. Die Coding Bootcamps sind intensiv, aber dafür umso effektiver. Zudem ist dies auch für Quereinsteiger geeignet, denn es werden keine IT-Kenntnisse vorausgesetzt.

Was kostet ein Coding Bootcamp?

Ein Platz im Bootcamp speziell für das Erlernen des Coding kostet 10.000 Euro, dies ist verglichen mit anderen Angeboten zwar nicht günstig, aber angesichts der Möglichkeiten, welche sich auch später daraus ergeben, ist der Preis wiederum günstig. Gegebenenfalls kann das Bootcamp über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit bezahlt werden.

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